Stets einsatzbereit: bis 12 t Hubkraft und 100-t-Anhängerkupplung

Die Flugzeug-Berger

Merlo Schwerlaststapler bei der Flughafen-Feuerwehr Frankfurt

10.06.2015

Frankfurt Aiport City ist eine Stadt auf 26 Quadratkilometern mit 78.000 Beschäftigen. Über sechzig Millionen Fluggäste passierten sie in 2014. Unter den mehr als 23.000 Fahrzeugen und Geräten der hessischen Metropole sind zwei der athletischsten Merlo Teleskopstapler. Hauptbrandmeister Hans-Werner Frey der Flughafenfeuerwehr sagt: „Die Zehn- und Zwölftonner sind wesentlich für unser Präventions- und Bergungssystem. Sie sorgen für Mobilität.“

Frankfurt: Die Flughafen-Feuerwehr Frankfurt sichert den Betrieb um den Luftverkehr unter anderem mit zwei Spezialeinrichtungen:

Das Aircraft Recovery System (ARTS) zur Flugzeugbergung und die Brand-Simulationsanlage (BSA) machen sie zu gefragten Partnern anderer Firmen und Organisationen aus Zivil- und Militärflug.

Teleskopmaschinen in der Brandbekämpfung und Flugzeugbergung

Die beiden Merlo Teleskoplader der Panoramic Serie P 101.10 K und P 120.10 HM von zehn bzw. zwölf Tonnen Hubkraft sind fest in die Abläufe integriert. Die spezielle Frankfurter Technik der Vorbeugung und Rettung entstand und wächst mit ihnen. Die Teleskope halten sie in Bewegung.

Hauptbrandmeister Frey ist im 24-Stunden-Einsatzdienst sowie der Flugzeug-Brandbekämpfung und -Bergung aktiv. Außerdem leitet er die Werkstätte. Über die Merlos sagt er:

„In der Bergung ist alles schwer. Wir stehen vor massiven Lasten, haben Zeitdruck und Unwegsamkeiten im Gelände.

Deshalb sind bei uns Merlo Hochleistungs-Teleskopstapler. Sie arbeiten zügig, sind geländegängig, nehmen an Arm und Heck auf, was es braucht – das sind an der Anhängerkupplung bis zu 100 Tonnen Zuglast.

Wir können Maschinen von der kleinen Einmotorigen bis zur A380, dem derzeit größten Zivilflugzeug, bergen. Und das sehr schnell.“

Eigenschaften und Fähigkeiten der Rettungs- und Bergungs-Teleskopen

  • Sind die kräftigsten Modelle der Merlo Teleskopmaschinen.
  • Ihre Arme reichen zehn Meter in die Höhe.
  • Der Seitenverschub des Oberwagens hilft, Ladungen ohne Rangieren präzise aufzunehmen und abzusetzen.
  • Ein integrierter Niveau-Ausgleich unterstützt sichere Teleskopeinsätze auf unebenem Grund.
  • Beweglich macht die Geräte der Allradantrieb mit drei Lenkungsarten (Allrad, Vorderrad, Hundegang).
  • Motoren von 95 und 129 kW liefern die benötigte Leistung.

Anbaugeräte und Ausstattung der Flughafen-Teleskoplader

  • 4-x-1-Schaufel für Aushub- und Schubarbeiten,
  • FEM-Gabelträger und -gabeln zum Transport von Feuerwehr-Equipment, Materialien oder Arbeitscontainer,
  • Straßenzulassung und 40 km/h sorgen für rasche Verfügbarkeiten,
  • 40-Tonnen-Anhängerkupplung sowie eine Nato-/Bundeswehr-Variante am Heck.
  • Die in Deutschland einmalige 100-Tonnen-Ausführung ist druckluftgebremst und wegen ihres Gewichts von über zwanzig Kilo an einem verlängerten Bock befestigt. Mittels Kettenzug kann sie leicht entnommen werden.

Eine Plattform macht überdies aus den Teleskopen Arbeitsbühnen – meist für Wartung und Instandhaltung. Schneeschilder räumen am Ausleger im Winter Wege und Plätze frei. Ein Kehrbesen reinigt Flächen.

Frey: „Wir erwarben die Merlos im Kern für die Bergungs- und Schulungseinheit. Sind sie nicht im Einsatz oder Training, können wir sie im Auftrag des Fahrdienstes nutzen. Es gibt nichts, was die Maschinen nicht machen. Rund 40 Personen sind bei uns auf sie geschult. Wir halten sie stets fahrbereit.“

Letzteres gibt der Hauptbrandmeister auch als Begründung für die Anschaffung eines weiteren Merlos an, der auf einer zweiten Feuerwehr-Wache stationiert ist.

Teleskoplader im Einsatz mit Brand-Simulationsanlagen

Die BSA ist rund drei bis vier Monate pro Jahr unterwegs. Für ihr Funktionieren und den Transport braucht es einen Merlo.

Während der Abwesenheit müssen in Heimat-Flughafen alle gewohnten Dienste uneingeschränkt erbracht werden können. Rund ein Dutzend Feuerwehr-Einsätze zählt Frey durchschnittlich in 24 Stunden. Dabei viel Logistik wie das Freiräumen von Flächen für den flüssigen Flugverkehr.

Die BSA des Feuerwehr-Trainings-Centers (FTC) ermöglicht es, viele Brandsituationen im und am Flugzeug nachzustellen. Die Frankfurter Crew unterrichtet eigenes und fremdes Rettungspersonal gezielt in unterschiedlichen Szenarien.

Die Anlage besteht aus zwanzig Containern von circa 9,5 Tonnen Gewicht. Sie entstand Ende der neunziger Jahre. 2002 kam der erste Merlo Teleskoplader hinzu. Hauptgrund: seine Hubkraft von zehn Tonnen.

Das Flugzeug-Bergungssystem des FTC können andere Unternehmen oder Organisationen bei Schulungsbedarf oder im Notfall anfordern. Maschinen bis zur großen A380 kann es bei eingebrochenen oder versenkten Fahrwerken bergen.

Dabei werden Kissen unter die Tragflächen geschoben, mit Luft gefüllt und so die Maschine auf eine Höhe für Bergungs-Fahrwerke gebracht. Die Frankfurter entwickelten eine Stabilisations-Technik, bei der sie Styropor-Auffüllungen auf die Grund-Luftkissen setzen. Über das Schaffen eines Vakuums im Inneren der Auflagen werden sie verfestigt.

Der Ernstfall wird bei den Frankfurtern an einem Modell mit der Bezeichnung „D-FREY, Schorschenhausen“ geübt. Es ist eine Eigenkreation, die sie auf Basis von Diplomarbeiten vor gut einem Jahrzehnt innerhalb eines dreiviertel Jahres schufen.

Laut des gelernten Maschinenschlossers Frey war der Bergungsdummy die Merlo Aufgabe Nummer eins. Er nennt den Teleskopen als dafür „unentbehrlich“, da er half, die Modellteile zusammenzusetzen und zu verschweißen. Alle Hubarbeiten machte er. Seinem Merlo Vertriebs- und Servicepartner, der Thome Bormann GmbH, bescheinigt er, gut auf die Anforderungen des Flughafens eingestellt zu sein.

Stand: 10.06.2015

Fotos:
Quelle Flughafen-Feuerwehr Frankfurt
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