Was Feuerwehr, THW und DRK mit Merlo erreichen können
Hannover: Teleskoplader in Rot, Blau, Weiß und Bronzegrün. Dazu eine Auswahl an Sonderlösungen des Herstellers und spezialisierter Regionalpartner. So erlebten Besucher den Merlo Stand auf der INTERSCHUTZ.
Der Telelader ist heute im Katastrophenschutz mehr als ein klassisches Umschlaggerät. Gerade bei Feuerwehr, THW und DRK zeigt sich, wie wertvoll Reichweite, Präzision und flexible Sonderausstattung im Einsatz sind. Wer Material aus Gefahrenbereichen ziehen, Brandgut nachkontrollieren, Container bewegen oder in schwierigem Gelände sicher arbeiten muss, braucht Technik, die mehr kann als nur heben.
Genau hier spielt der Teleskoplader seine Stärken aus. Die ausfahrbare Reichweite nach vorn schafft bei der Feuerwehr Abstand zu Hitze, Glutnestern und instabilem Material. Dazu kommen Sonderbauten, die aus einer Maschine ein individuelles Einsatzwerkzeug machen.
Durch das Teleskopieren des Auslegers kommt das Einsatzpersonal nicht direkt in den Brandbereich oder schwelenden Bereich hinein.
Dirk SchumacherGebietsverkaufsleiter der Steinwedel Arbeitsbühnen und Baumaschinen e.K.
Warum der Teleskoplader für Organisationen des Katastrophenschutzes so interessant ist
Jede Branche hat ihre Leitmesse. Im Bereich Feuerwehr und Katastrophenschutz ist die INTERSCHUTZ der Ort, an dem praxistaugliche Lösungen sichtbar werden.
Merlo Teleskoplader beweisen sich auch in diesem Umfeld. Auf dem Messestand erlebten Besucher Kundenmaschinen aus dem Einsatz von Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk, Deutschen Roten Kreuz, der Telekom und der Bundeswehr.
Die Bauma ist für alles, was mit Bauwirtschaft zu tun hat, die Leitmesse. Die Agritechnica ist Maßstab für die Landwirtschaft. Und für die Feuerwehr ist die INTERSCHUTZ die Messe.
Michel HülskenGeschäftsführer der Anton Hülsken GmbH & Co. KG
Einer der Vorteile der Telelader liegt für Rettungskräfte in der dritten Dimension. Ein Radlader oder Traktor muss oft direkt an das Material heran. Ein Teleskopstapler kann dagegen Lasten aus sicherer Entfernung aufnehmen, anheben oder bewegen.
Das ist beispielsweise für Feuerwehren wertvoll, wenn Brandstellen noch heiß sind, Rauchgase entstehen oder Bereiche erst mit Wärmebildtechnik kontrolliert werden müssen.
Mehr Vielseitigkeit durch feuerwehrtechnische Sonderlösungen und viele Ausstattungsvarianten
Mehr Abstand zu Gefahrenbereichen
Mehr Reichweite beim Räumen, Bergen und Nachlöschen
Mehr Präzision beim Positionieren von Lasten
Feuerwehr Salzgitter: Wenn ein Teleskoplader genau nach Einsatzbedarf gebaut wird
Ein Beispiel ist der TF 35.11 TT-145 der Berufsfeuerwehr Salzgitter. Ausgangspunkt war ein bereits bekanntes Fahrzeug aus einer feuerwehrtechnischen Zentrale. Darauf aufbauend wurden zusätzliche Wünsche definiert und gemeinsam mit dem regionalen Merlo Partner Steinwedel umgesetzt.
Ziel der Zusammenarbeit war eine saubere, einsatztaugliche Integration aller Anforderungen in das 3,5t/11m-Gerät. Das betrifft nicht nur die großen sichtbaren Komponenten, sondern vor allem die Details.
Typische feuerwehrtechnische Anpassungen am TF 35.11 TT-145
Schutzgitter aus Edelstahl im Frontbereich
Zusätzliche Signaltechnik
Sauber integrierte Sonderlösungen in der Kabine
Harmonische Unterbringung der RETTBOX
Halterung für Druckluftflasche und Atemschutzgerät
Staukiste im Heckbereich
Rückfahrkamera
Individuelle Beklebung und Kontur-Markierung
Entscheidend ist dabei nicht nur, dass etwas verbaut wird, sondern wie. Ladegerät, Halter, Signalanlage oder Druckluftflasche wurden von der Steinwedel Werkstatt so integriert werden, dass alles wie aus einem Guss wirkt. Solche Lösungen entstehen besonders gut, wenn in Werkstatt und Vertrieb Menschen mit Feuerwehrbezug mitarbeiten. Das Know-how aus dem Einsatzdienst hilft dabei, Umbauten nicht nur technisch, sondern auch praktisch sinnvoll zu planen.
Wofür die Maschine bereits eingesetzt wurde
Die Feuerwehrmaschine war bereits bei einem Brandereignis auf der Autobahn im Einsatz, als ein Sattel-Auflieger betroffen war. Danach wurde sie zum Räumen des Materials und zur Nacharbeit genutzt. Ein weiterer Einsatz drehte sich ebenfalls um das Bewegen und Entfernen von Brandgut.
Genau dafür ist ein Teleskoplader prädestiniert. Material anheben, um Glutnester freizulegen. Schwelbereiche aus Distanz kontrollieren. Lasten umsetzen, ohne die Maschine unnötig tief in den Gefahrenbereich zu fahren.
Außerdem wird der Telelader u.a. mit dem Arbeitskorb zur Schulung des Feuerwehrpersonals verwendet.
Der Sicherheitsgewinn durch Reichweite
Im Feuerwehralltag ist der Sicherheitsabstand oft der entscheidende Punkt. Ein Teleskoplader kann den Arm ausfahren und damit Aufgaben übernehmen, die mit anderen Maschinen nur aus unmittelbarer Nähe machbar wären. Dabei kann er eine große Bandbreite an Anbaugeräten aufnehmen. Darunter Schaufeln, Palettengabeln, Kranhaken, eine Hubarbeitsbühne u.v.m.
Das bringt mehrere Vorteile:
Brandgut kann aus größerer Entfernung bewegt werden
Nachlöscharbeiten lassen sich kontrollierter ausführen
Verschiedene Einsatzszenarien sind über die Anbaugeräte möglich
Die Maschine muss nicht direkt in instabile oder noch heiße Bereiche einfahren
Je nach Ausführung kommen weitere Funktionen hinzu, etwa Abstützungen, Seitenverschub oder Niveauausgleich. Damit lässt sich auch in unebenem Gelände präzise arbeiten.
THW Panoramic 40.14: Wendigkeit, Reichweite und kräftige Abstützungen
Ein weiteres Einsatzbeispiel kommt aus dem Technischen Hilfswerk. Die Panoramic-Baureihe, hier als P 40.14, steht für 4 Tonnen Hubkraft und 14 Meter Hubhöhe. Für den Katastrophenschutz ist das ein spannendes Format. Besonders über die zwei vorderen Stabilisatoren gewinnt das Gerät Standsicherheit und ermöglicht Hubarbeitsbühnen-Einsätze.
Die Maschine ist im THW-Blau lackiert und zusätzlich mit reflektierender Beklebung sowie Sondersignalanlage ausgestattet.
Über mehrere Umbauten wurde die Maschine auf den Einsatz beim THW Weingarten konfiguriert.
Die Lackierung ist in allen RAL-Tönen bei uns möglich. Ob das Feuerwehr-Rot, THW-Blau, DRK-Weiß oder das Bronzegrün der Bundeswehr ist.
Ivan FinkRegional-Vertriebsleiter der Merlo Deutschland GmbH
Wichtige Merkmale des THW-Teleskopladers*
(*Auszug, teilweise Serie oder Sonderbau)
4 t Hubkraft
14 m Arbeitsbereich
Abstützungen für hohe Standsicherheit
Seitenverschub / Niveauausgleich für präzises Arbeiten
360°-Kamerasystem
Front-Lastschutzgitter
Ladeerhaltung für schnelle Einsatzbereitschaft
40 km/h für schnelle Transportlösungen
Gerade bei THW-Aufgaben ist Reichweite oft entscheidend. Ob Hochwasserlage, Materialumschlag oder Arbeiten in problematischen Zonen: Es hilft, wenn die Maschine weit hinausarbeiten kann und dabei stabil bleibt.
Hinzu kommt die geräumige Kabine. Einsatzkräfte sind häufig mit kompletter Montur unterwegs. Deshalb zählt jeder Zentimeter Platz, damit Bedienung und Übersicht auch unter Belastung stimmen.
Bühnenvorbereitung für zusätzliche Einsatzoptionen
Fast alle Merlo Teleskoplader können mit einer Vorbereitung für den Bühnenbetrieb ausgerüstet werden. Dadurch erweitert sich das Einsatzspektrum deutlich. Höhenrettung, Arbeiten an Bauwerken oder kontrollierter Zugang in höher gelegene Bereiche werden dadurch realisiert. Beim Bühnenbetrieb erfolgt das Arbeiten im abgestützten Modus.
Ein weiterer spannender Punkt ist die angepasste Wattiefe und Luftansaug-Führung. Dadurch kann die Maschine auch in Situationen eingesetzt werden, in denen erhöhte Wasserstände eine Rolle spielen. Ein wesentliches Thema im Katastrophenschutz!
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DRK Panoramic 72.10: Schwerlast-Handling mit Seitenverschub
Beim Deutschen Roten Kreuz kommt ein Schwerlast-Lader zum Tragen. Der P 72.10 steht für 7,2 Tonnen Hubkraft und 10 Meter Hubhöhe. Diese Klasse ist überall dort stark, wo schwere Lasten bewegt werden müssen.
Spezialisiert ist sie auf Containerverladung mit Lastgabeln. Zugleich ist dieses Maschinenkonzept auch aus Bereichen wie Windparks oder anderen schweren Umschlagaufgaben bekannt. Für Organisationen des Katastrophenschutzes arbeitet der Siebentonner feinfühlig per Hydrostatantrieb und schleppt richtig Gewicht!
Was den 72.10 besonders macht*
(*Auszug, teilweise Serie oder Sonderbau)
Kräftige Schwerlastachsen
Seitenverschub für exaktes Positionieren
Sonderbau mit Funk- und Kameratechnik
Optionale Signal-Leuchten je nach Einsatzprofil
Der Seitenverschub bringt im Alltag echten Nutzen. Der Rahmen lässt sich seitlich verschwnken, ohne die komplette Maschine neu positionieren zu müssen. Das spart Zeit, reduziert Rangieraufwand und hilft überall dort, wo es eng ist oder schnell gehen muss.
Der Multifarmer: Teleskoplader und Traktor in einer Maschine
Besonders vielseitig wird es mit dem Merlo Multifarmer. Der Teleskop-Traktor verbindet typische Telelader-Stärken mit Funktionen, die man sonst eher vom Traktor kennt. Dazu gehören die Heckhydraulik und eine mechanische Heckzapfwelle.
Für Kommunen, Bauhöfe und Organisationen mit breitem Aufgabenprofil ist das hochinteressant. Denn damit wird der Teleskop-Traktor ein echtes Mehrzweckgerät.
Typische Einsatzideen für den Multifarmer
Kombi-Einsätze Ladearbeiten und Heckanbaugeräte
Nutzung als Zugmaschine / Ackerschlepper
Seilwinde betreiben, um umgestürzte Bäume von Straßen zu ziehen
Mulcher anbauen, um Flächen und Brachbereiche zu pflegen
Landwirtschaftliche Anhänger mit bis zu 40 km/h bewegen
Arbeitskorb einsetzen und die Maschine zusätzlich als Hubarbeitsbühne nutzen
Die Kombination ist außergewöhnlich: vorne teleskopieren, hinten Zapfwellen- und Hydraulikarbeiten leisten und zusätzlich einen Arbeitskorb einsetzen. Das macht den Multifarmer für Aufgaben interessant, die sonst mehrere Maschinen erfordern würden.
Der Multifarmer verfügt über eine Heckzapfwelle und Dreipunkt-Aufhängung. Neben klassischen Teleskop- und Traktoreinsätzen kann er auch als Hubarbeitsbühne verwendet werden. Das ist ein absolutes Alleinstellungs-Merkmal im Markt.
Holger KuhlmannGeschäftsführer der Kuhlmann Landtechnik
Hinzu kommen weitere praxisnahe Ausstattungen wie Druckluftbremsanlage und breite Bereifung. Besonders auf feuchten Flächen oder sensiblen Untergründen ist ein reduzierter Bodendruck ein echter Vorteil.
Feuerwehr Merlo im Landkreis Schaumburg: kompakt, niedrig und schnell
Ein weiteres Exponat der INTERSCHUTZ war der Merlo P 30.10 für den Landkreis Schaumburg.
Hier standen andere Schwerpunkte im Lastenheft als bei den größeren Maschinen.
Gefordert waren u.a. eine niedrige Bauhöhe, dazu Abstützungen und eine Straßenzulassung mit 40 km/h sowie eine Radialbereifung.
Warum Merlo im Katastrophenschutz so gut passt
Die Anforderungen im Einsatzdienst sind breit gefächert. Das Spektrum reicht von kompakten Feuerwehr-Maschinen bis zu schweren Teleskopladern für Container, Reichweiten starken Maschinen für das THW und multifunktionalen Lösungen für kommunale Aufgaben. Genau deshalb ist eine breite Produktpalette sinnvoll.
Ein Teleskoplader muss in diesem Umfeld nicht nur heben können. Er muss auch:
sicher in Sondersituationen arbeiten
präzise steuerbar sein
sich mit Spezialausstattung ausrüsten lassen
im Straßen- und Geländeeinsatz überzeugen
für ganz unterschiedliche Auftraggeber konfigurierbar sein
Dass Merlo in Bereichen wie Feuerwehr, THW, DRK und weiteren Organisationen präsent ist, zeigt vor allem eins: Die Maschinen sind bereits in realen Einsätzen angekommen. Es geht nicht um Theorie, sondern um Lösungen, die sich im Alltag bewähren.
Ein Merlo Team der INTERSCHUTZ
Roto Bundeswehr
Kompaktlader Telekom
Fazit: Der Teleskoplader ist im Einsatz ein echter Reichweiten-Gewinn
Der Merlo Teleskoplader hat sich im Katastrophenschutz als vielseitiges Werkzeug etabliert. Seine große Stärke ist die Kombination aus Reichweite, Sicherheit und Anpassbarkeit. Ob Brandnachsorge, Beräumung, Containerhandling, Hochwasserlage oder kommunale Mehrzwecknutzung: Die Maschine kann weit mehr als klassisches Materialhandling.
Besonders spannend wird es dort, wo Sonderbau und Praxiserfahrung zusammenkommen. Dann entsteht aus einem Teleskoplader kein Kompromiss, sondern ein passgenaues Einsatzmittel für Feuerwehr, THW oder DRK.
Wer heute über moderne Beschaffung im Katastrophenschutz nachdenkt, sollte den Teleskoplader deshalb nicht nur als Hebemaschine sehen, sondern als flexible Plattform für viele der Aufgaben, die draußen wirklich anfallen.