Die Gründung
1859 entdeckte der Schiffszimmermann Dietrich Heinrichs eine Marktlücke an der Weser. Matrosen brachten bislang die Ladung selbst an Bord. Chaos bestimmte den Hafenalltag. Heinrichs gründete mit hanseatischem Geschäftssinn den Stauereibetrieb D. Heinrichs GmbH & Co. KG (Stauen heißt in der Sprache der Seeleute, eine Ladung auf Schiffen unterzubringen). Er spezialisierte sich auf das Be- und Entladen von Schiffsfrachten. Damit legte er den Grundstein für ein Unternehmen, das bis heute von den Standorten Bremen und Bremerhaven aus als kompetenter Partner mit Reedereien, Speditionen und der Industrie zusammenarbeitet.
Das Handwerk Material-Umschlag: 150 Jahre Ladung und Leute
Heinrichs Geschäftsidee war goldrichtig. Das Familienunternehmen floriert. In Spitzenzeiten beschäftigte die Stauerei mehrere Hundert Arbeiter.
Stapler im Hafen: Die Spezialtechnik kommt.
Menschliche Kraft ist endlich. Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem 2. Weltkrieg vervielfacht den Warenverkehr. Weltweit ändert sich das Hafenbild. So auch in Bremen und Bremerhaven. Rationalisierung und schnelle Ladungsbehandlung erfordern Spezialmaschinen. Die ersten Stapler erscheinen. Heinrichs erkennt die Zeichen der Zeit. Effizienz entscheidet über das Morgen im Geschäftsleben. Eine eigene Staplerflotte hält fortan fit im Wettbewerb und erleichtert die harte Arbeit der Männer am Schiff.
Seit 1970 Vertrieb und Service von Flurfördergeräten
Mit dem Puls nah am Markt entdeckt die Stauerei in den 70iger Jahren den aufkommenden Stapler-Vertrieb. Das Wissen um Technik und Dienstleistung ist mit der eigenen Anwendung im Hause fest verankert. Auf dieser Basis erfolgt der Ausbau des Maschinenverkaufs. Bereits 1976 ist Heinrichs eine bekannte Größe für Industrie- und Geländestapler in der Region Bremen und Bremerhaven. 1980 kann sie auf ein Deutschland weites Vertriebsnetz verweisen.
1984 kommen Teleskop-Maschinen in die Produktpalette. Acht Jahre später - am 11.02.1992 – verbinden sich zwei erfolgreiche Strategien. Heinrichs und die italienische Merlo S.p.A gründen die Heinrichs-Merlo Teleskoptechnik Vertriebsgesellschaft mbH. Gespür und Know-how für den deutschen Material-Umschlag bringt die norddeutsche Heinrichs ein. Merlo S.p.A. mit Sitz in San Defendente bei Cuneo ist Pionier und innovativster Produzent von Teleskop-Maschinen.
Markt und Merlo – Wachsen und Werden
Heinrichs-Merlos Aktivität ist seit Tag Eins Motor für die steigende Akzeptanz und den Erfolg von Teleskop-Maschinen. Im Rhythmus von Angebot und Nachfrage wandelt sich das Unternehmen.
2002 ist ein Jahr wesentlicher Weichenstellungen für eine fruchtbare Zukunft. Am 01.08.2002 erfolgt die Umfirmierung zur Merlo Deutschland GmbH. Sie gewährleistet einen einheitlichen Auftritt der Merlo Gruppe im europäischen Markt. Außerdem wird die bis dato gewachsene räumliche Trennung von Verwaltung und anderen Betriebsteilen aufgehoben. Alle Angestellten arbeiten nunmehr in der Ahrensstraße unter einem Dach zusammen.
Der Markt formt die Merlo Deutschland GmbH:
Entwicklung ab 2002 in Bildern
Wir retten den Ur-Merlo.
Neues Leben für den Teleskop-Oldi SM 30: statt Schrottpresse zur Messe Agritechnica
1981 nahm Merlo eine kompakte Maschine, fügte einen Teleskoparm hinzu und setzte vier gleichgroße Räder darunter. Gepaart mit Hydrostatantrieb, Allradlenkung und Seitenverschub kreierte er so seine erste Teleskop-Maschine. Um den SM 30 ist es lange ruhig. Dann setzten wir uns in den Kopf, ein schrottreifes Ur-Modell zum Agritechnica-VIP zu machen. Wie es gelang? >>




























