Roto Teleskoplader saniert Schleuse

Der Schleusen-Roto: "Watt mutt, dat mutt."

Roto Teleskoplader saniert Nesserlander Schleuse

Wo andere Urlaub machen und nach Borkum per Schiff aufbrechen, arbeiten die Kollegen der Gebr. Neumann Bauunternehmung. Sie modernisieren im Emder Außenhafen die Nesserlander Schleuse aus dem 19. Jahrhundert. Ein Merlo Roto sprintet als Andiengerät zwischen den großen Baukränen hin und her. Polier Frank Wübbenhorst sagt: „Begeisternd! Ein Merlo muss immer ein Roto sein.“

23.05.2016

Emden: Rund 150 Jahre übernimmt die Gebr. Neumann Bauunternehmung Bauaufträge aus Norddeutschland. Als Teil der ARGE Nesserlander Schleuse arbeitet sie seit 2011 an der Sanierung der Seeschleuse mit Schiebetoren.

Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, wird das Bauwerk für die Binnen-, Küsten- und Sportboot-Schifffahrt modernisiert. Es erhält eine nutzbare Breite von 18 m, eine Drempeltiefe von -7 m unter Normal-Null und eine Schleusenkammerlänge von 170 m.

30 Menschen und einen Spezial-Maschinenpark beschäftigt die ARGE an der Schleuse. Als Andiengerät verfährt ein Merlo Roto 38.16 Materialien zwischen den einzelnen großen Kränen und dem Bauhof.

Polier Frank Wübbenhorst über seine Erfahrungen: „2500 Stunden machte unser Teleskoplader in zweieinhalb Jahren. Die Zuverlässigkeit der Maschine ist einmalig. Es gibt Tage, da sitzt ein Kollege von morgens bis abends 10 Stunden lang drauf. Nur in den Pausen wird abgestellt. Bei meinem Erstkontakt mit der Maschinengattung riet mir ein damaliger ARGE-Kollege: ´So ein Merlo muss immer ein Roto sein.´ Und da hat er Recht. Wat mutt, dat mutt.“

Wübbenhorst begründet seine Sicht mit dem 415 Grad drehbaren Oberwagen. Er machte Erfahrungen mit einem starren Teleskoplader. Beim Platzieren von Lasten müsse mit dem drehbaren im Vergleich viel weniger rangiert werden. Der Bediener könne ihn einfach exakt zu der Seite und Stelle verschwenken, wo die Ladung mit dem Arm aufgenommen oder abgelegt werden soll.

Der Schleusen-Roto hebt bis zu 3,8 t und erreicht mit dem Teleskoparm 15,7 m Hubhöhe. Die Maschine wiegt 12 t. „Schön leicht.“, findet Wübbenhorst, der auch einen Liebherr-Kran routiniert einsetzt: „Wir können ihn gut an den großen Baukränen hängend überall auf die Baustelle bringen.“ Das Abstützsystem, das Einsätze des Merlos als Mobilkran begleitet, beschreibt der Polier als „unkompliziert“.

An Anbaugeräten verwenden die Emder Schaufeln für kleinere Erdbewegungen, Lastgabeln für Staplerarbeiten unter anderem bei den häufig erforderlichen Be- und Entladungen von Lkws, eine Seilwinde für Autokran-Anwendungen und einen Lasthaken. Ein Personenkorb bringt Mann und Material in die Höhe.

Wübbenhorst ist einer der zwei Fahrer des Merlos im Außenhafen: „Alles hat 2008 mit einer Baustelle in Duisburg angefangen, wo ich mit einem Roto in Kontakt kam. Dass der so umfangreich einsetzbar war. Begeisternd! Mit dem kannst Du in jede Ecke hineinfahren. Vom Preislichen und der Einsetzbarkeit ist für uns die Größe des 38.16 am wirtschaftlichsten.“

Trotz der Zahl der Betriebsstunden, die den harten Maschineneinsätzen landwirtschaftlicher Teleskoplader nah sind, fielen bisher nur zwei Reparaturen an. Wübbenhorst: „Etwas für um die 100 Euro am Sitz. Und ein Garantiefall mit einer Undichtigkeit am Hubzylinder, die wegen der Kalibrierung der Waage nicht auf der Baustelle gemacht werden konnte. Unser Merlo Partner stellte uns für die Werkstatt-Woche ein Überbrückungsgerät. Also hat uns der Vorfall letztlich nicht weiter gestört.“

Der Polier gewann dabei Erkenntnisse über einen drehbaren Teleskoplader der 5-Tonnen-Klasse. „Er war gegenüber unserem etwas schwerfälliger und die Technik des anderen Herstellers hatte mir nicht so zugesagt.“

Aufgrund der höheren Leistungsdaten bestätigt Wübbenhorst einen Moment der Überlegung. „Erst dachte ich: ´Das wäre ja eigentlich viel besser – diese Größe.´ Aber unser Berater meinte, ´Er kostet mehr in der Miete.´ Das lohnt sich für uns nicht, weil wir den Roto immer als Andiengerät haben. Dann fährst Du halt, wenn Du mehrere Sachen hast, zweimal.“

Seit 2011 läuft ein Roto 38.16 bei der Schleusensanierung. Den Anfang machte ein Mietgerät von Schreiber Baumaschinen GmbH & Co. KG aus Bremen. Wübbenhorst: „Nach uns kommt nur noch Wasser. Bremen ist ja nicht weit weg. Schreiber kommt zur Wartung hierher. In 4 bis 6 Stunden hat er das fertig. Nicht jede Inspektion ist gleich. Die 500er, die 1000er …“

Die Hausfarbe der Neumann-Maschinen ist eigentlich Narzissengelb. Die Gebr. Neumann beließen ihren Teleskoplader im „natürlichen“ Merlo-Grün. „Für einen besseren Wiederverkaufswert später als Gebrauchtgerät.“, stellt Wübbenhorst fest.

Eine Neuerung setzten die „Neumänner“ selber an ihrem Merlo um. Wübbenhorst: „Vorn dran haben wir uns eine Kiste gebaut für die Anschlagmittel, damit Ketten und Haken nach dem Verwenden an einem Platz fest sitzen. Sie ist BG-okay.“

Dirk Heidbreder, Verkäufer für Neu- und Gebrauchtmaschinen bei Merlo Deutschland, teilt mit: „Die Kompaktheit zieht sich bei Merlo auch durch alle starren Modelle. Jede unserer insgesamt um die 70 Geräteversionen hat ihre Daseinsberechtigung. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Kunden so zu beraten, dass sie exakt den Teleskopen erhalten, der bei ihnen passgenau sitzt. In vielen starren Geräten gibt es übrigens die praktischen Funktionen ´Seitenverschub & Niveausaugleich´. Gern genommen als sinnvolle Unterstützung bei genauen Lastenplatzierungen und Arbeiten auf unebenem Boden. Günstige Einstiegsgeräte - sowohl der starren als auch der drehbaren Merlos - gibt´s in unserem Bremer Gebrauchtmaschinen-Zentrum zum Probefahren.“

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