15 Tonnen in 15 Minuten
PS-starker Teleskoplader „füttert“ Biogasanlage
Im münsterländischen Ahaus betreibt der Landwirt Josef Demes-Oeing seit September 2010 eine Biogasanlage als zusätzliche Einnahmequelle. Zweimal täglich „füttert“, d.h. beschickt, er sie mit einem P 55.9 CS. Der Landwirt suchte sich den passenden Lader direkt beim Bau der Anlage. Der 140 PS starke Teleskop verfügt über eine Tragfähigkeit von fünfeinhalb Tonnen und reicht mit seinem Arm bis in knapp neun Meter Höhe. „Diese Höhe ist für ein sicheres Abgreifen des Materials vom Silagehaufen erforderlich“, sagt Demes-Oeing.
Die Ahauser Biogasanlage bietet 470 Kilowattstunden Leistung, was einer thermischen Leistung von knapp 600 Kilowatt entspricht. Das „Futter“ dafür produziert Demes-Oeing vorrangig im Betrieb. Den Hauptteil, 50 Prozent, stellt der Mais, den er auf seinen Feldern anbaut und bedarfsweise zukauft. Die weiteren Rohstoffe, wie 30 Prozent Gülle und fünf Prozent Mist, fallen bei der Bullen- und Schweinemast an. Dazu kommen noch 15 Prozent Hafer.
Für die umfangreichen Aufgaben im Material-Umschlag besitzt sein Merlo unter anderem eine Silagegreifschaufel mit 2,40 Metern Breite, gut einer Tonne Eigengewicht und einem Fassungsvermögen von 2,8 Kubikmetern. „Mit einer vollen Schaufel Mist komme ich schnell auf eine Last von bis zu dreieinhalb Tonnen“, berichtet der Landwirt. Doch selbst bei derartigen Ladungen bleibe das gute Fahrverhalten des hydrostatisch angetriebenen Teleskopen erhalten.
Demes-Oeing ist von der Kraft seines Schwerlast-Gerätes begeistert: „Bei jeder Fütterung gebe ich 15 Tonnen Material in die Anlage. Dafür brauche ich gerade einmal 15 Minuten. Damit ist der Merlo im Vergleich zu einem Frontlader-Schlepper mit 150 PS viermal so schnell. Das ist eine riesige Zeitersparnis!“ Die Maschine ist seit eineinhalb Jahren ohne Probleme im Einsatz und lädt pro Monat rund 1.000 Tonnen Material. „Das macht kein Frontlader mit“, ist der Anlagenbetreiber überzeugt.
Die verbleibende Arbeitszeit steht der Teleskoplader für viele Hofarbeiten zur Verfügung. Er lädt Paletten ab, Strohballen auf den Traktoranhänger oder engagiert sich beim Silieren, begradigt Kanten und bringt die Plane auf. So verwundert es nicht, dass er es im Jahr auf etwa 700 Betriebstunden bringt.
Besonders gefällt dem Landwirt die Flexibilität und Wendigkeit sowie der Komfort seines P 55.9 CS. Nicht nur, dass der Merlo mit bis zu 40 km/h unterwegs ist und dank Straßenzulassung schnell von einem Einsatzort zum anderen gelangt. Das geschieht auch noch aufgrund der aktiven hydropneumatischen Schwingungsdämpfung der Kabine und des luxuriösen Luftfedersitzes äußerst bequem: „Der Teleskoplader ist besser gefedert als jeder neue Traktor“, sagt Demes-Oeing, der deshalb seine Maschine nicht mehr missen möchte. „Den Merlo kann ich so vielfältig nutzen: Viele Arbeiten sind für mich ohne ihn gar nicht mehr vorstellbar.“
Deshalb erlebt er die Nähe zu seinem professionellen Merlo Händler, der Isfort Staplertechnik in Heek, als sehr positiv. „Wenn erforderlich, ist mein Service schnell zur Stelle“, summiert Demes-Oeing seine Erfahrung mit dem Merlo Partner, der ihn bei einem reibungsarmen Betriebsablauf unterstützt.
Februar 2012








